Ape neu lackieren - Pulverbeschichtung?

Hier kommt alles herein was woanders zur Ape 50 nicht hinein passt
ukobo
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Ape neu lackieren - Pulverbeschichtung?

Beitrag von ukobo » Donnerstag 15. Juli 2021, 11:19

Hallo in die Runde!

Als Neu-Apist treibe ich mich seit Herbst letzten Jahres hier so dann und wann im Forum herum.

Ich habe mir eine Ape 50 (ZAPC80, BJ 2002, ca.17.800km) zugelegt. O-Farbe war ein kräftiges blau, ein Vorbesitzer hat hier wohl seiner künstlerischen Ader freien Lauf gelassen und mit einem weiteren Blauton hier und da gewerkelt......nicht so mein Geschmack.

Ich habe das gute Stück zur Gänze entkernt, es soll gestrahlt und neu lackiert werden.

Nun steht neben einer Nasslackierung eine Pulverbeschichtung im Raum, bei der nach dem Auftrag des Pulvers dieser in einer Wärmekammer bei etwa 200° C flüssig wird und sich mit der Grundierung verbindet.

Hat hier jemand in dieser Richtung bereits Erfahrungen gemacht? Wenn ja, gibt es pro und contra?
Worauf sollte man explizit achten?


Über ein paar Tipps würde ich mich freuen.


Gruß aus OWL

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Schau dir das mal an !!
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Poison_Ivy
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Re: Ape neu lackieren - Pulverbeschichtung?

Beitrag von Poison_Ivy » Dienstag 20. Juli 2021, 05:55

Ob eine Kabine in der Größe zu finden ist. Ganzen PKW-Rahmen werden in Amerika derart beschichtet. Hier in Europa, werden kleinere Gegenstände wie Laufräder gemacht. Falls Du eine Kabine in der Größe doch findest, ob die Aufwand alle Gummi-, Kunststoff- und Antriebteile samt Verkabelung zu entfernen lohnt.
Ich würde lieber auf eine Folierung überlegen. Dafür, brauchst Du das Fahrzeug nicht bei 180° aufbacken

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Re: Ape neu lackieren - Pulverbeschichtung?

Beitrag von Carlos » Dienstag 20. Juli 2021, 14:17

Moin, nicht nur alle Gummiteile auch sämtliche Lagersitze, Gewinde, Bolzen, Aufnahmen etc. müssen penibelst abgedeckt / abgeklebt werden, da der ausgehärtete Lack ohne Werkzeug nicht zu entfernen ist. Eigene Erfahrungen mit Motorradrahmen sind sehr positiv. Gutes Lackbild und extreme Schlagfestigkeit. Gruß Carlos

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Re: Ape neu lackieren - Pulverbeschichtung?

Beitrag von ukobo » Freitag 23. Juli 2021, 17:52

Hallo!

Zunächst vielen Dank für eure Antworten.

Eine entsprechend große Kabine wäre vorhanden, in der die Ape Platz finden würde. Außerdem ist die Gute bis auf's Blech ausgepellt -sprich: total zerlegt.

Antriebswellen, Ankerplatten, Motorträger, Bremstrommeln, Lenkung und Achsträger habe ich mit Panzer-Tape an den relevanten Stellen (Lagerschalen, Aufnahmebereich Achsmanschetten, Lauffläche Bremsbacken etc.) doppelt abgeklebt, um beim Strahlen die genannten Oberflächen zu schonen bzw. das Eindringen des Strahlgutes zu verhindern.
Diese Bauteile sollen auf normale Weise grundiert und lackiert werden.

Im Zuge des Zusammenbaus werden Stossdämpfer, Federn und Bremsbeläge sowie die Bremsleitungen und Bremsflüssigkeitsbehälter erneuert.
Die Radbremszylinder sind -nach dem Auseinanderbau- in Ordnung und bekommen neue Dichtungen.

Weiterhin überlege ich, Schrauben und Muttern - soweit erforderlich - aus V2A zu erneuern.

Weitere Kleinteile wie Simmerringe, Gummitüllen/- dichtungen sowie Bowdenzüge sollen bei Bedarf ebenfalls erneuert werden.


Mal sehen, was draus wird.....



Gruß aus OWL

ukobo

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Re: Ape neu lackieren - Pulverbeschichtung?

Beitrag von Scharnhorst » Freitag 23. Juli 2021, 20:25

Wird halt so maximal seidenmatt.
Meine Vespa hatte der Vorbesitzer schwarz bepulvert. Das hat schon den Charme, daß die Beschichtung sehr solide ist und nicht wegen jeder Kleinigkeit etwas abplatzt.
Wenn dann mal was abplatzt, kann man halt nicht so ohne weiteres reparieren.
Es bleibt halt die etwas eigenwillige Optik der Beschichtung, die bei großen Flächen schon etwas rattiges hat.
Spachteln ist glaube ich auch nicht, heißt Dellen bleiben halt Dellen. Wie bei meiner Vespa. Hat aber auch einen morbiden Charme.

Muß man mögen. Meine Ape selber ist mit einem 2K-Baggerlack lackiert. Der ist auch nicht ganz glänzend und sehr solide. Deshalb würde mich der seidenmatte Glanz nicht stören.

Probier's aus.

Nur eins stellt mir die Nackenhaare. Du machst alles neu und die paar Kröten für neue Radbremszylinder gibst du nicht aus?

Gruß Paddy.

P.S.: Deck die Fahrgestellnummer ab, das Zeug füllt die eingeschlagenen Ziffern und du kannst das mit dem Dremel wieder freilegen. Das hatte ich bei meinem DKW-Rahmen vergessen.

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Re: Ape neu lackieren - Pulverbeschichtung?

Beitrag von Poison_Ivy » Samstag 24. Juli 2021, 07:10

Wenn die Zylindern sowieso in Ordnung sind, wozu neuen? Regelmäßiges Flüssigkeitswechseln verhindert Feuchtigkeitsbildung. Dem nächsten, baue ich mein Hauptzylinder auseinander, weil durch sitzen, bewegt sie nicht mehr. Habe ich ein Hohnwerkzeug dafür gekauft

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Re: Ape neu lackieren - Pulverbeschichtung?

Beitrag von Poison_Ivy » Samstag 24. Juli 2021, 17:41

ukobo hat geschrieben:
Freitag 23. Juli 2021, 17:52
...Die Radbremszylinder sind -nach dem Auseinanderbau- in Ordnung und bekommen neue Dichtungen...
Wenn Du die Dichtungen ersetzt, die Oberfläche im Bremszylinder mit solche einem Werkzeug zu entspiegeln wäre ratsam:
Hohn_W_Z.jpg
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Re: Ape neu lackieren - Pulverbeschichtung?

Beitrag von Voyager » Samstag 24. Juli 2021, 18:19

Nur eins stellt mir die Nackenhaare. Du machst alles neu und die paar Kröten für neue Radbremszylinder gibst du nicht aus?

Jetzt geht das Thema wieder los, ich glaube es nicht !
Vor ein paar Jahren kam es hier im Forum zu diesem Thema schonmal zu einem längerem Disput mit dem einen Forumskollegen ( Tanzendes Männchen ).

Leute, die Bremse ist ein Sicherheitsrelevantes Bauteil.
Wenn die Versagt tut es weh und meistens nicht nur Körperlich !
Überleg Dir mal, wenn das Kleinkind vor Dir auf die Straße springt und Du dieses auch "nur" touchierst, weil Du in dem Notfall ins Leere trittst ........
Ich füge hier mal wieder mein Mantra an :

Versagt der Motor, bleibt die APE stehen
Versagt die Bremse, hast Du im Notfall ein Problem!

Die paar Taler für neue Bremszylinder sollten auf jeden Fall drin sein!

[Drinks.gif]

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Re: Ape neu lackieren - Pulverbeschichtung?

Beitrag von Poison_Ivy » Samstag 24. Juli 2021, 23:03

Wozu ist die Kralle dann erfunden? Um sonst als Geldmacherei? Jahrzehnte ist sie im gebrauch. Sowie, bei der Motoreninstandsetzung. Wenn man sich mit der Wissenschaft dessen nicht auseinander setzt, woher kommt die Überzeugung, daß dieser uralter Verfahren unbedingt versagen muss? [dash1.gif] Der Beweisungslast hängt an Dir. "Falls" ich recht habe, schuldest Du der Verfasser dieses Strangs das Geld für unnötige Bremszylindern, genau wie einen heiligen Untastbaren hier Geld für unnötige Schläuche für Schlauchlose Reifen einen anderen Mitglieder mit Zinsen hier schuldet. Er lest immer mit und weist genau wer ich damit meine [hi.gif]
Zuletzt geändert von Poison_Ivy am Samstag 24. Juli 2021, 23:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ape neu lackieren - Pulverbeschichtung?

Beitrag von Scharnhorst » Samstag 24. Juli 2021, 23:09

Jetzt habe ich Nase das Faß "Bremszylinder" aufgemacht und eigentlich geht es um die Pulverbeschichtung.

Ivy, wir lassen es jetzt gut sein mit der Grundsatzdiskussion über Bremszylinder hier in diesem Beitrag und hoffen auf baldige Neuigkeiten zum Thema Pulverbeschichtung einer Ape.

Darauf bin ich nämlcih gespannt. Auch auf Bilder, so eine Karosse ist ja doch schon nicht klein und ich bin ein heimlicher Fan von so einer Beschichtung.

Meines Wissens nach wäre es die erste Ape hier mit Pulverlack, wäre top, wenn das klappt.

Gruß Paddy.

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