Gemeinsame Geschichten vom Käfer und Piaggio Ape

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Gemeinsame Geschichten vom Käfer und Piaggio Ape

Beitrag von texter » Dienstag 11. Februar 2020, 10:14

Gemeinsame Geschichten vom Käfer und Piaggio Ape

Der in Italien Biene genannte Ape Kleintransporter Vespacar ist ein beliebter Kleintransporter der Firma Piaggio. Von den engen Gassen Siziliens bis in die schmalen Straßen in Mailands Altstadt ist der winzige Transporter ein praktisches und beliebtes Arbeitsmittel für Handwerker, Lebensmittellieferanten und viele Andere.

Parallelen in der Geschichte des Ape und des Käfer

In Italien wird der Ape schon seit 1947 hergestellt. Kurz vorher war der ebenfalls bescheiden gehaltene VW Käfer in Wolfsburg in Serie gegangen. Ist das Volkswagenwerk schnell zur größten Autofabrik der Welt geworden, Der Ape wurde im Piaggio Werk in Pondera n Norditalien produziert. Mit seiner Gründung im Jahre 1884 ist Piaggio viel älter als Volkswagen. Seine Wurzeln liegen im Schiffsbau, den der Unternehmensgründer Piaggio im wunderschönen Sestri Levante bei Genua betrieb. Zeitweise baute er auch Eisenbahnen und Flugzeuge, für die er Grundstücke in Pondera kaufte. Im Krieg durch Rüstungsgüter reich geworden, wurde ihm nach dem Krieg die Herstellung von Rüstungsgütern verboten. Auch Volkswagen hatte schwer mit seiner Rolle während des Krieges zu kämpfen. Piaggio verlegte sich auf die neue Vespa, Volkswagen auf den Käfer. Erstmals präsentierte Piaggio auf dem internationalen Fahrrad- und Motorradsalon von Mailand 1946 den dreirädrigen Transporter als Konzept. Piaggio hatte einen Nerv getroffen.

Zwei beispiellose Erfolgsgeschichten

Mit dem Ape, dem Käfer bei VW und dem Nachfolger Golf starteten eine Reihe großer Erfolge. Wer einen Ape, einen Käfer oder VW Golf gebraucht
sucht, wird am Gebrauchtwagenmarkt leicht fündig werden. Bei Piaggio schuf 1946 der Sohn des Unternehmensgründers die neue Marke Vespa mit einem Motorroller. Immer neue Modelle entsprachen dem jeweiligen Zeitgeist, bis heute ist die Vespa Kult in den Metropolen der Welt. 1947 folgte der Ape in Form einer Vespa mit einer Ladefläche. Auch hier erschienen immer neue Modelle und bis heute bringt der Ape Transporter Pizza, Pasta und andere Produkte zu den Abnehmern in aller Welt. Verschiedene Modelle variierten den Ape, aber letztlich blieb sich Piaggio mit Konzept eines dreirädrigen, unkomplizierten Kleinsttransporters, auf Vespa-Basis treu. Die Kleintransporter wurden allerdings immer leistungsfähiger, die Tragkraft bis auf 700 Kilo und beim Ape Car Max auf 900 Kilo erhöht. Beachtet wurden Sondermodelle wie die erste Ape mit vier Rädern, der Ape Porter, der in Indien gebaute viersitzige Ape Calessino, die flotte Ape Cross Country und das Sondermodell Ape Classic. Der Ape kann heute noch neu bei Piaggio oder gebraucht in Foren oder Gebrauchtwagenportalen gekauft werden. In Italien sind besonders viele Ape zu sehen.
Viele Urlauber freuen sich, wenn sie in der römischen Sommerhitze von Ape-Fahrern mit köstlichen kühlen Getränken bewirtet werden. Ein paar Kilometer weiter östlich in Indien werden jedes Jahr 200.000 Ape Transporter hergestellt. Allein in Deutschland laufen fast 8.000 Piaggio Nutzfahrzeuge.

Mit etwas größeren Stückzahlen kam auch bei Volkswagen ein beispielloser Erfolg. Nachdem das Unternehmen teils in den Besitz des Landes Niedersachsen ging, wurde schon 1955 der ein-millionste Käfer produziert. Insgesamt wurden 21,5 Millionen Käfer gebaut, bis die Herstellung 2003 mit dem Nachfolger Golf abgebrochen wurde. Ähnlich wie bei Piaggio mit dem Ape entstanden auch bei Volkswagen rund um den Käfer Kultmodelle wie das Cabrio oder eine Campingversion. Die Käfer sind heute allenfalls als Gebrauchtwagen verfügbar.

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