Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

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Scharnhorst
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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von Scharnhorst » Samstag 20. Juni 2020, 20:39

Du mußt erst die Kabine hochheben und dann links und rechts etwas drunter stellen.
Ich unterbau da mit Holzbalken und lege weichen Gummi dazwischen.
Dann kann sie nicht kippen.
Dann halt hinten unter dem zentralen Holm der Heber ansetzen.

Gruß Paddy.
Viertakter sind Falschtakter. Ein richtiges Fahrzeug brauch nur soviel Ventile, wie es Reifen hat, harhar...

Schau dir das mal an !!
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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von Bluesmate » Samstag 20. Juni 2020, 21:10

Ich muss mal schauen, dass ich meine Ape von zu Hause in meine Halle kriege. Dort habe ich mehr Möglichkeiten inkl. Kran etc., was alle Arbeiten stark erleichtert. Dort wird aber ausgerechnet nächste Woche ein weiteres Tor eingebaut und ich musste alles so umstellen, dass dort gerade kein guter Platz zum Ape schrauben ist... Naja, ist ja eigentlich normal, dass immer alles gleichzeitig passiert [board/kez_11.gif]

Egal, eine Fehlerquelle ist mit der Kupplung jetzt ausgeschlossen und jetzt schaue ich einfach mal bei den weiteren Verdächtigen, bis der Fehler behoben ist!

Beste Grüße,
Henning

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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von zapc81 » Samstag 20. Juni 2020, 21:37

Gutes Gelingen Henning,
auch ich bin gespannt, wo der Defekt liegt. Piaggio hat ja so manche Überraschung bei neuen Fahrzeugen parat (Deine Ape ist ja praktisch noch neu).
Beim Konservieren hatte ich die Kantenschutzprofile des Kabinendaches ebenfalls abgenommen, und siehe da, in beiden innereren Ecken über der Frontscheibe alles verrostet, die Farbe war schon abgeplatzt. Konnte man aber nicht sehen, solange die Schutzprofile aufgesteckt waren. Da wäre die Ape dann recht zackig durchgefault ...

Gruß
Peter

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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von Bluesmate » Sonntag 21. Juni 2020, 13:42

So, Differentialöl habe ich gerade mal kontrolliert. Es scheint zumindest noch Öl drin zu sein :-)
Als ich den Stab rausgeschraubt habe war er insgesamt ölig. Geputzt, wieder ganz eingeschraubt, kurz gewartet und abgelesen ist der Ölstand genau in der Mitte zwischen min. und max., sollte also okay sein. Da das Öl nicht warm war, gibt es dort bestimmt einen Unterschied zum Ablesen bei betriebswarmen Motor. Warm sollte der abgelesene Stand allerdings etwas höher sein als beim kalten Öl, ich denke das ist so alles auf der sicheren Seite.

Meine Schaltzüge hatten sehr viel Spiel und der schwarze war loser als der graue. Das habe ich jetzt so eingestellt, dass immer noch Spiel vorhanden ist aber halt etwas weniger und bei beiden Zügen gleichmäßig. Lag aber im Bereich 1/2 Umdrehung der Einstellschraube bei grau und 3/4 bei schwarz, dass wird nicht der Grund für meine Probleme sein.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass sich da etwas gelockert hat, was fest sein müsste. Wenn die Ape im Standgas läuft hört man auch schon ein Klackern, das kommt aber weder vom Getriebe noch vom Differential. Die Kupplung trennt ja wieder sauber, der Leerlauf geht auch wieder rein und es findet keine Kraftübertragung in Richtung Getriebe mehr statt, egal ob ich im Leerlauf oder bei eingelegtem Gang mit gezogener Kupplung die Drehzahl erhöhe.

Ich habe jetzt mal im Standgas gelauscht und dabei verschiedenen Teile mit der Hand festgehalten bzw. in verschiedenen Richtungen darauf gedrückt um zu hören, ob das Geräusch weg geht. Es bleibt und ich habe das komische Gefühl, dass es vom Polrad kommt. Nunja, beim drehenden Polrad mit den Lüfterrippen habe ich mal lieber Abstand mit den Fingern gehalten, da rein zu greifen tut bestimmt weh und auch ansonsten habe ich mich im Laufe der Jahre daran gewöhnt, dass 10 Finger eine gute Anzahl sind, die man nicht mutwillig verringern sollte [biggrin.gif]

Ich werde das Polrad mal abziehen und gucken, ob sich darunter irgendetwas losgerappelt hat. Das ist natürlich kein Bauteil, dass direkt etwas mit der Schaltung zu tun hat aber immerhin ist es starr mit dem sich drehenden Motor verbunden und total abwegig ist es auch nicht, dass sich z.B. die ZGP gelöst hat und dann bei Lastwechseln an das sich drehende Polrad schlägt und die Geräusche verursacht. Erinnere ich mich falsch, oder hatten wir nicht schon eine lose ZGP bei einer Euro 4 Ape hier im Forum?

Ich halte euch auf dem Laufenden, beste Grüße,
Henning

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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von mcwalch » Sonntag 21. Juni 2020, 13:50

Bluesmate hat geschrieben:
Samstag 20. Juni 2020, 20:28
Hallo Peter,

zu dicht ist mein Ape Motor nicht, da macht das Differential leider keine Ausnahme... Dort ist es aber etwas weniger ölig als am Motor.

Ich hatte eben mal im Stand an den Hinterreifen gerappelt. Es hat alles etwas Spiel und klappert auch hier und dort aber nichts, was bedrohlich wirkte. Die Schraube der vorderen Motorhalterung scheint mir etwas lockerer zu sein als nötig. Ich habe da aber keinen Vergleich, vielleicht ist das auch völlig okay so.

Ich frage mich gerade, wie man die Ape aufbocken muss, dass beide Hinterräder in der Luft sind? Das wird ja in jedem Fall eine wacklige Angelegenheit. Hat das schonmal Jemand von euch gemacht und wenn ja wie, bzw. welche Punkte habt ihr zum aufbocken benutzt?

Beste Grüße,
Henning
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https://www.ebay.de/itm/Motorradhebeb%C ... 2749.l2649
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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von Voyager » Sonntag 21. Juni 2020, 14:00

Zum anheben unserer APEN habe ich entweder auch den Motorradheber oder einen vernünftigen Wagenheber mit diversen Dreibeinen.
Ansonsten gibt es noch zwei Autoauffahrbühnen, wenn man hinten dran muss und den Freiraum braucht zum schrauben.

Egal wie die APE hochgehoben wird, Sicherheit kommt vor Experimentieren.

Ich habe mir vor Jahren Auffahrbühnen aus Kanthölzern selbst gebaut - das Holz war da und warum soll man dann das Geld für andere Auffahrbühnen ausgeben.
Die Teile haben Jahrelang gehalten, bis eine von Ihnen dann gebrochen ist beim drauffahren.
War mir eine Lehre ...

[Drinks.gif]

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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von zapc81 » Sonntag 21. Juni 2020, 14:14

Hallo Henning,
hast Du mal im Stand bei laufendem Motor im Leerlauf den Rückwärtshebel rein und wieder raus gemacht und auf Geräusche geachtet ? Bei meiner E4 klingt die Ape im Stand etwas komisch, wie ein klackern, wenn der Rückwärtsgang drin ist, aber auch nicht immer.
Der laute Knall kann auch vom Zahnrad kommen, welches für den Rückwärtsgang zuständig ist. Wenn dieses Zahnrad im Vorwärtsbetrieb Kontakt bekommt, dann rappelt es gewaltig.

Gruß
Peter

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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von kofewu » Sonntag 21. Juni 2020, 14:27

Ich vermute folgende Ursache: Die Achsen bzw. Kegelräder an den Achsenden werden im Differential unter den Gummimanschetten von großen Sprengringen in Position gehalten. Ein Sprengring hat sich gelöst. Du kannst jeweiles ein Hinterrad bodenfrei aufbocken und an der Achse ziehen, also das Rad nach aussen ziehen (kräftig!). Wenn sich das deutlich bewegt, hab ich recht.
Es grüsst kofewu

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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von Bluesmate » Sonntag 21. Juni 2020, 14:41

Das Geräusch ist immer da, Vorwärts- oder Rückwärtsgang macht da keinen Unterschied.

Wolfgangs Vermutung werde ich überprüfen, dass scheint mir eine höchst plausible Erklärung! So wie das dort aufgebaut ist, könnte das der Grund für die Symptome sein!

Der Motorradheber gefällt mir auch sehr gut. Jetzt muss ich erst mal improvisieren aber in einem halben Jahr ist doch schon wieder Weihnachten und er passt gut unter den Christbaum :-)

Beste Grüße und nochmal vielen Dank an alle,
Henning

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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von Bluesmate » Sonntag 21. Juni 2020, 15:27

So, Polrad habe ich abgezogen, darunter ist alles fest, eine weitere Fehlerquelle ist damit ausgeschlossen.

De Mutter am Polrad war nicht superfest angezogen aber das Polrad saß noch fest auf dem Konus, ich konnte es also nicht ohne den Abzieher da runter bekommen. Die Lüftungslamellen hatten allerdings an der Kunststoffabdeckung geschliffen, wie ich an entsprechenden Spuren an der Abdeckung und auch an den Lamellen sehen konnte. Es waren nur ein Teil der Lamellen mit Plastik an den Spitzen verziert, es könnte sein, dass das Polrad leicht schräg eingebaut war. Wenn es so gewesen ist, dann ist das allerdings auch schon seit 1800 km so und sollte nicht plötzlich zu Problemen führen. Die Schleifspuren waren auch nicht tief, es kann also genau so gut sein, dass einzelne Lamellen ein paar Zehntel Millimeter länger sind als der Rest.

Den von Wolfgang beschriebenen Test konnte ich nichtwirklich durchführen, da ich die Reifen nur recht wackelig mit Hölzern in die Luft bekommen habe. Ich habe mal ein bisschen gewackelt aber nur so viel (nein wenig), dass mir die Ape nicht von der abenteuerlichen Konstruktion hüpft. Das werde ich also nochmal wiederholen, mit einer soliden Unterkonstruktion oder das Differentialöl ablassen und mir die Stellen mit den Sicherungsringen einmal anschauen. An den 8 Schrauben und ein paar hundert Milliliter Getriebeöl soll es nicht scheitern den Fehler zu finden!

Beste Grüße,
Henning

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