Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

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Bluesmate
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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von Bluesmate » Donnerstag 6. August 2020, 21:45

Den Peter hatte ich bei meiner Antwort vergessen, sorry!

Also eins muss ich meinem Klackern lassen: Es ist ein Qualitäts-Klackern und klackert zuverlässig beim vorwärts- und rückwärts Fahren 98798

Scheint also etwas anderes zu sein als bei Dir.

Schau dir das mal an !!
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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von kofewu » Freitag 7. August 2020, 08:55

Die Nebenwelle ist in der Hohlachse des Kupplungskorbs nur per Gleitlager gelagert. Die drehen ja nur unterschiedlich wenn die Kupplung gezogen ist.

Und dieses Klackern gab es vor dem Knall nicht? Ich könnte damit nicht ruhig schlafen... Guck mal an der Ölablassschraube nach Spänen. Kommst Du da nicht auch mit dem Endoskop rein?
Es grüsst kofewu

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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von Bluesmate » Freitag 7. August 2020, 10:56

Hallo Wolfgang,

danke für die Info mit dem Gleitlager!

Das Klackern ist erst seitdem ich alles wieder zusammengesetzt habe vorhanden.

Vielleicht hat das Kugellager am Fuß der Nebenwelle auch etwas abbekommen, als das Getriebe blockiert hatte.

Zu diesem Lager muss ich auch noch erwähnen, dass es nicht sehr fest in der Motorhälfte sitzt. Das konnte ich einfach mit der gesamten Nebenwelle heraus ziehen und wieder reindrücken, ohne die Heißluftpistole zu benutzen.

Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden, dass der Motor noch mal raus muss. Dieses mal werde ich mir allerdings einen schönen Arbeitsplatz aus Paletten und einer großen Holzplatte bauen. Ich denke, dass ich zuerst auf ca. 0,8 - 1 m Höhe mit 2 Europaletten Längen staple (2,4 x 0,8 m) und dann eine Holzplatte darauf lege. Auf diesen "Tisch" lege ich dann an einem Ende zwei weitere Paletten und darauf kommt dann mein Ape-Heber, der vorher auf dem Hubwagen gestanden hat.

Dann habe ich Ablagefläche für Werkzeug, deutlich mehr Bodenfreiheit unter der Ape und eine insgesamt schöne Arbeitshöhe 98798

Dieses mal werde ich den Motor zunächst nicht ganz so weit zerlegen wie letztes mal. Beim letzten mal musste ich ja auch ins Differential schauen, weil ich nicht wusste wo der Schaden war. Das würde ich dieses mal dran lassen.

Wenn ich nichts vergessen habe, müsste es zum Spalten des Motors ausreichen, wenn ich das Primär Ritzel (und natürlich das Polrad und die ZGP um an die Motorgehäuse Schrauben dort zu kommen) demontiere, da die Kurbelwelle ja fest in der in Fahrtrichtung linken Gehäusehälfte sitzt. Dann wären Haupt- und Nebenwelle in den Positionen wo sie auch im Betrieb sind und man kann den Antriebsstrang am Stück sehen.

Falls ich da in meiner Überlegung etwas vergessen habe, was das Spalten so unmöglich macht, freue ich mich über Hinweise von euch!

Das sollte den Arbeitsaufwand doch auf "mehrere Stunden" reduzieren [biggrin.gif]

Ich bestelle mir vorher schon mal alle benötigten Dichtungen und auch das Lager für die Nebenwelle, dann besteht zumindest die Chance, dass ich alles für den direkten Zusammenbau parat habe. Was meint ihr zum Kurbelwellen Simmerring? Sollte der jetzt auch direkt mit getauscht werden oder zählt da nur Alter und Betriebsstunden und nicht die Anzahl der Motorspaltungen?

Beste Grüße,
Henning

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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von zapc81 » Freitag 7. August 2020, 11:11

Hallo Henning,
die KW-Simmerringe kannst Du so wiederverwenden, vorausgesetzt, sie sind nicht beschädigt.
Bei der Montage etwas Öl an die Laufflächen der Simmeringe auftragen, dann geht's am besten.
Gruß
Peter

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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von HammerBlau » Freitag 7. August 2020, 11:58

Nein, Henning, das ist keine gute Idee, auch wenn das KW-Lager mit der KW in der Hälfte bleibt, die du trennen willst, um das Differential nicht öffnen zu müssen. Du wirst beim späteren Zusammenbau die Schaltwelle nie korrekt positionieren können, um die Gleitsteine der Schaltgabel einzufädeln und gleichzeitig die Welle in die Nadelhülse zu bringen.

Und jetzt schreibt wieder der Bedenkenträger: Dass du das Lager der Eingangswelle so einfach ohne Erwärmung aus dem Gehäuse ziehen könntest, könnte ein Hinweis darauf sein, dass dieses Lager fest war und sich im Sitz gedreht und den Sitz aufgeweitet hat.
Das Geräusch käme dann von diesem Lager, was zu deiner Beschreibung der Frequenz passt. Wenn ich richtig liege, stell besser alle Fahrten ein - du riskierst dein Gehäuse.

Gruss

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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von kofewu » Freitag 7. August 2020, 12:16

Den Handstartmotor hatte ich ja schon unter der Ape hängend geöffnet: http://ape.schrauber1.de/chronik/2016/1 ... orep02.jpg

Abmontieren musste ich: Vergaser, Lüfterradabdeckung, Lüfterrad, Zündung, Kupplungsdeckel, Kupplung, Primärritzel, Auspuff, Zylinder, Ansaugrohr

Bei Deinem Motor könnte es aber wieder zum Problem werden, die Hauptwelle in das kleine Lager einzusetzen, wenn Du die Hälften zusammenfügst. Ich fürchte, Du wird das Diff demontieren müssen deswegen.
Es grüsst kofewu

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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von Bluesmate » Freitag 7. August 2020, 12:39

Wenn ich das Differential vor dem Zusammenbau nochmal demontieren muss ist das nicht so schlimm, ich würde halt gerne mal den Antriebsstrang mit der in die Kupplung eingeschraubten Nebenwelle sehen. Wenn der Motor dann auf der Kupplungsseite liegt sind ja beide Wellen in der normalen Position. Ich bin gespannt, ob die Zahnräder dann alle in einer Linie sind. Momentan klingt es im 4. Gang so, als ob die Zahnräder nicht deckungsgleich sind...

Sieht so aus, als ob ich das Sommerloch noch ein bisschen mit Schrauberberichten fülle.

Beste Grüße,
Henning

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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von Voyager » Freitag 7. August 2020, 12:57

Ich finde es schon Wahnsinn was Du an Zeit und Arbeit in die kleine investierst, nur weil Piaggio den Bausatz nicht richtig zusammen gebaut hat.
Eigentlich ein Garantiefall aber die schönen Italiener "abben nixxe gemackte Falsche, du hasste gefahren falsche mit die Bella Maccina, deshalb jetzze kaputte" - sagt Luigi. [board/laughingneqw.gif]

Meine größte Sorge wäre nun, wie Friedhelm schon geschrieben hat, das eine Gehäusehälfte dauerhaft eine Beschädigung erlitten hat.
Dann wäre der Motor vermutlich nicht mehr zu retten, da Gehäusehälften eigentlich nicht getauscht werden sollten - laut unserem "Schwarzseher" Friedhelm. ( Mit Augenzwinker ) [big_boss.gif]
In dem Fall wird das ganze dann wirklich interessant, da dann auftretende Garantieansprüche vermutlich nicht mehr anerkannt werden.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall noch viel Geduld und Durchhaltevermögen, bzw. ganz viel Erfolg !

Hut ab !
[Drinks.gif]

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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von Bluesmate » Freitag 7. August 2020, 16:03

Ach, da bin ich aber einigermaßen entspannt bei der Gehäusehälfte. Ich konnte das Lager zwar heraus ziehen es ist jetzt aber nicht so, dass da ein Millimeter Luft rundherum ist. Es ist gerade so lose (handfest), dass man es ohne Werkzeug rein und raus kriegt und die Bohrung sah nicht so aus, als ob da etwas gefressen hat. Wenn die Kiste weder offen ist, dann überprüfe ich das mal mit einer Fühlerlehre. Wenn der Spalt ermittelt ist, dann muss der Fühler mit der halben Dicke dran glauben und darf dann im Anschluss den Rest seines Fühlerlebens als Manschette um das Kugellager Ape fahren. Mehr Ehrung kann ein dünnes Stück Metall doch in seinem Dasein vor dem nächsten Einschmelzen nicht bekommen, oder?

Jetzt habe ich einmal mit dem Basteln angefangen, jetzt ziehe ich es auch durch!

Vielleicht habe ich auch einfach irgend etwas ganz dummes nicht bedacht beim Zusammenbau und was es gewesen ist, wird beim nächsten Öffnen direkt sichtbar sein. Meine Einbaumethode der Hauptwelle war z.B. nicht optimal. Im Nachhinein wäre es an dem Punkt z.B. besser gewesen, den Kupplungskorb auszubauen, damit das Differentialgehäuse mitsamt des Lagers bereits fest verbaut an seinem Platz ist, wenn die Hauptwelle eingesetzt wird. Egal, was ich dann die Tage finde, der Schuldige steht bereits fest und das bin nunmal ich [board/haha.gif]

Positiv betrachtet steigere ich doch mit jeder Stunde Schrauberei an der Ape meine Kenntnis rund ums Fahrzeug. Die Ersatzteile die dabei nötig sind, sind halt das Lehrgeld…

Da die ferien in NRW am nächsten Mittwoch vorbei sind, wird bei mir in der Firma allerdings auch wieder mehr los sein. Mit dem bequemeren Arbeitsplatz rund um die Ape, der dann nicht mehr wie der Letzte fahrbar ist, belege ich aber einen teil meiner Halle, den ich vermietet habe. Ich muss das mal mit dem Mieter absprechen und mir dann 3 Tage suchen, an denen ich arbeitsmäßig wahrscheinlich sehr wenig zu tun habe. Das muss dieses mal flott über die Bühne gehen, damit ich die eigentlich vermieteten Quadratmeter nicht übermäßig lang belege.

Beste Grüße,
Henning

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Re: Getriebe hat sich mit lautem Knall verabschiedet :-(

Beitrag von speedy65 » Freitag 7. August 2020, 16:42

Ich freu mich ja jeden tag, wenn wieder ein neuer Beitrag in diesem Treat dazukommt...

Und du hast recht: schrauben macht klug, zusätzliches Material oder Mehraufwand durch x-tes mal auseinander und wieder zusammenbauen
gehört un die Kategorie "shit happens"... das seh ich auch so, da darf man sich keinen Kopf drüber machen.

Wer das nicht will, soll sich einen Tesla kaufen - da kann sich dan irgendein Raketentechniker mit Messequipment für 150.000.-€ an die Fehlersuche
machen wenn nix mehr geht.... 856383783

Eine Ape lebt....und hat halt auch so ihr Eigenleben - und das ist gut so!!!

Stefan

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